Geschichte

Klostergeschichte

Im Jahr 724 gründete der Wanderbischof Pirmin auf der Insel ein Benediktinerkloster. Vom 8. bis 11. Jahrhundert entwickelte es sich als unmittelbares Reichskloster zu einem geistigen Zentrum des Abendlandes. Lehrer von Rang unterrichteten an der berühmten Klosterschule, aus der hervorragende Persönlichkeiten (Theologen, Politiker, Wissenschaftler, Dichter und Musiker) hervorgingen. Berühmt waren ferner die Klosterbibliothek, die "Reichenauer Malerschule" (Buch- und Wandmalerei) und die Goldschmiedekunst. Nach den goldenen Jahren der karolingisch-ottonischen Epoche verlor das Kloster im ausgehenden Mittelalter zunehmend an Bedeutung und es begann der geistige und wirtschaftliche Niedergang. 1540 wurde das Kloster in ein Priorat umgewandelt und 1757 durch Papst Benedikt XIV. aufgehoben.

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Heiliger Pirmin, Gründer des Klosters Reichenau

Der hl. Pirmin gründete das Kloster Reichenau im Jahr 724. Drei Jahre später verließ Pirmin die Reichenau wieder und gründete weitere Klöster. Er starb am 03. November 753 und wurde in Hornbach begraben.

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Walahfrid Strabo, Mönch und Abt des Klosters Reichenau

Der Reichenauer Mönch Walahfrid Strabo, Abt und Dichter, lebte als Erzieher Karls des Kahlen lange am Kaiserhof in Aachen. Aus Walahfrids Feder stammen literarische Meisterwerke des Mittelalters.

Walahfrid wurde 808 oder 809 in Alemannien geboren. Schon als kleiner Junge kam er in die Schule des Klosters Reichenau und wurde mit 15 Jahren als Mönch in den Konvent aufgenommen, dem er zeitlebens angehörte. 849 ertrank er in der Loire auf einer Reise zu seinem ehemaligen Schüler Karl.

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Hermann der Lahme, Mönch des Klosters Reichenau

Hermann wurde 1013 als Sohn des Grafen von Altshausen geboren. Mit sieben Jahren kam Hermann in das Kloster Reichenau, erhielt dort seine Ausbildung und empfing um 1043 die Priesterweihe. Von Kindheit an gelähmt, war Hermann zeitlebens an den Tragstuhl gefesselt und konnte nur mit Mühe sprechen. Er zählte zu den bedeutendsten und vielseitigsten Gelehrten seiner Zeit und beschäftigte sich mit Musiktheorie, Mathematik, Astronomie, Dichtung und Geschichte (Weltchronik). Er starb am 24.09.1054 im Kloster Reichenau.

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